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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Performant, perforiert oder doch gleich manipulativ?

Jeder Mensch hat seine Eigenheiten, und manche könnte man sich zunutze machen. Studien belegen, dass Menschen leichter einem Sachverhalt zustimmen, wenn sie auf ihrer eigenen Kommunikationsschiene abgeholt werden: der Typ, nennen wir ihn Seher, der schwerpunktmäßig visuelle Vokabeln verwendet, wird am ehesten durch ebensolche um den Finger gewickelt: "Sieh mal, aus der Froschperspektive heraus [...] blabla [...], und dann werden wir sehen, [...] blabla [...] und alles sieht gut aus!" Der Akkustiker horcht auf, wenn es um geräuschlose Lösungen geht, mit Pauken und Trompeten gewonnen wird oder der Gegner sang- und klanglos untergeht.
Weniger auf einzelne Sinnesorgane als vielmehr um die Gesamtsituation geht es dem Machthungrigen: ihm streicht man am besten Honig um den Bart, indem er groß und andere klein gemacht werden (besonders effektiv bei kleinen Männern mit Profilierungswahn, ist ja klar). Also: jede Silbe muss signalisieren: "Du Chef / mächtig / großartig / Überblick / über allen / überirdisch gut" etc., während sein Umfeld mit zurückhaltenden Worten beschrieben wird.
Das jeweilige Muster lässt sich leicht erkennen, wenn jemand freie Reden schwingt - erst recht, wenn er dies unter Druck tut, denn irgendein Ventil sucht sich die Kommunikation immer. Und wer zwar seine Körpersprache und Füllwörter weitgehend im Griff hat, wird sich dennoch durch unterschwellige Signale verraten.
Fazit: jeder ist angreifbar.
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