Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Die einst bewährte Partyreihe für schickes Feiern im Mittelalter ist auch nicht mehr das, was sie mal war... Die Location gestern war schön, aber dank milder Spätsommernacht deutlich zu heiß. Was leider nicht für die Teilnehmer galt, auch wenn sich die meisten aufgepimpten Weibchen fälschlich dafür hielten - "zwangsläufig" war eher der passende Oberbegriff für das Verhalten der übereifrigen Damenwelt. Schade auch, dass die meisten keinen Spiegel zu Hause haben, aber so gab es immerhin einiges zu bestaunen: Der weiße Babydoll-Rüschenfummel, bei dem jeder Betrachter sekündlich darauf wartete, den passenden Schlüpfer zu erspähen, während die Trägerin sich mit einem Tanzstil aus "staksig trifft Räkelstange" in's rechte Licht rückte. Der Homeshopping-Polyester-Leopardenpulli mit Glanzleggings und Landpomeranzen-Gestampfe, der leider die eigentlich hübsche Trägerin ziemlich alt aussehen ließ. Die zu kurze Carmen-Spitzen-Schlaghose mit Gummizugbund und BH-Rausguck-Asymmetrie-Top auf roten Plateau-Lack-Pumps, die ihres Wackeldackel-Begleiters würdig war... Die Reihe ließe sich noch mit einigen Dutzend weiteren Highlights fortführen, will sagen: es war eine wilde Mischung aus Zoo und Kino, die Musik war leider wenig mitreißend, dafür umso lauter und das einzige Highlight war der niedliche Kellner mit der Prosecco-Flasche zum Freundschaftspreis (der einzig attraktive Gast baggerte leider den ganzen Abend an einer Durchschnittsfrau herum, was jedoch angesichts der anwesenden Katastrophen-Weibchen eher FÜR einen guten Geschmack spricht). Ich hoffe sehr, dass die Wiesn-Saison und die nächsten anstehenden Partys mehr hergeben, denn die gestrige Veranstaltung hat leider ihren Zenit schon sehr weit hinter sich gelassen...