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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Schlappi, das kleine Krokodil oder: Einfach mal die Klappe halten

Es gibt Menschen, die sind so verbohrt und vernarrt in die Idee, dass alles was sie tun und sagen richtig sei, sofern ihre Umwelt nur endlich ihre Gedanken dahinter verstünde, dass sie ein Thema stunden- und tagelang zu Tode reiten. Ganz ehrlich: auf lange Sicht zählt nur, was wir tatsächlich sagen (erste Instanz) und tun (zweite und deutlich wichtigere Instanz). Egal warum.

Das will der oben beschriebenen Zielgruppe jedoch ebenso wenig in den Kopf wie die Erkenntnis, dass sie mit ihren ausschweifenden Ausführungen andere immer mehr und mehr verletzen, anstatt einfach: aufzuhören.

Zugegeben, das klingt zunächst arg abstrakt. Also suchen wir uns ein plastisches Beispiel aus der Tierwelt:

Männer mögen es in der Regel nicht, wenn man sie mit dem Kosenamen "Schlappi" bedenkt. Nehmen wir für unser Beispiel an, es wäre dennoch geschehen, sozusagen in ausgleichender Gerechtigkeit, aber Motiv und Hintergrund sind eigentlich egal.

Nehmen wir weiter an, die Möglichkeit, das Thema angesichts der männlichen, beleidigten Reaktion sofort fallen zu lassen und gegenteilige Begriffe in den Ring zu werfen, wäre zwar eine Option, aber eine, die heute nicht gezogen wird.

Statt dessen folgt das Verhaltensmuster des Erklärungswütigen:

Schlappi sei doch eigentlich ein total süßer Name. Und überhaupt: das hat doch nichts mit dir zu tun, das kam mir aus heiterem Himmel in den Kopf. Erst recht, weil doch vorhin im Auto noch "Ich bin Schlappi, das kleine Krokodil" lief. Dazu stellen sich umgehend spontan Bilder ein von einem müden Krokodil, das schlaff in der Hitze liegt. Und dabei aussieht wie ein kleiner grüner P*nis. Und weil der Mann sich so aufgeregt hat, fällt mir zu seiner Person nun ständig dieses Lied ein: "...Schlappi, das kleine..." Also ehrlich, diese Assoziationskette hat doch nichts mit ernsthaften persönlichen, körperlichen Attributen zu tun. Ist doch, ganz im Gegenteil, liebevoll gemeint. Und total süß.

Dieser kleine Ausschnitt soll genügen, im echten Leben dauern die Erklärungen (für ganz andere Sachverhalte von ganz anderen Protagonisten) mindestens eine Stunde, meistens mehr. Nur: anhand des obigen Beispiels dürfte gut nachvollziehbar sein, dass der Zweck der Erklärungen völlig nebensächlich, wenn nicht gar idiotisch ist. Die Lösung war einfach und sie war die ganze Zeit da: Einfach mal die Klappe halten. Und bei Verletzungen des Gegners (von Partner kann wohl längst keine Rede mehr sein): das Gegenteil behaupten und versuchen, das angerichtete Unheil wieder gut zu machen.

Aber das ist natürlich zu viel verlangt.

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O
Ha ha.. What exactly came onto my mind while reading the whole passage was the face of my friend, who is exactly as what you have described throughout this passage. They are so adamant about what they are arguing despite of the real facts.
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