Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Puh, voll ist es hier... wie auf einem Wühltisch.
So ungefähr startet der Abend, als wir als bunt gemischte Mädels-Truppe an der Party ankommen. Der DJ legt Borderline-Musik auf, die mal auf der guten und mal auf der schlechten Seite der Geschmacksgrenze landet. Das gibt Zeit für Erholung und sanftes Abkühlen (mit Bewegung = gefühlte Sauna, ohne Bewegung = Thermarium) und leider auch ausreichend Muße, um den Blick wandern zu lassen. Leichte Verzweiflung rollt in Wellen durch den Saal und führt zu der Erkenntnis: das Beste an schlechten Beziehungen ist noch die Illusion, dass man nicht mit der Meute auf die Jagd gehen muss, nicht den Saal nach Frischfleisch abscannen, nicht die letzten 2 oder 3 Exemplare scheinbar normal und knackig gebliebener Stadtsingles fokussieren und bettelnd um ihre Telefonnummer ersuchen muss. Oder, noch schlimmer, passives Beuteverhalten üben, damit die letzten 2 oder 3 Exemplare scheinbar normal und knackig gebliebener Stadtsingles einen auch ja nicht übersehen. Nun habe ich keine Alibi-Beziehung mehr und mich gruselt es...
Plan A (große Liebe, Mann für's Leben) ging schief, und zwar gründlich. Für Plan C (Altersheim) bin ich zu jung. Bleibt dazwischen Plan B, mit vielen kleinen und großen Vorhaben, beschäftigt-haltenden Projekten und guten Freunden - eigentlich kein schlechter Plan, dieser Plan B, aber gelegentlich fällt der Optimismus schwer. Zum Beispiel, wenn man eigentlich nur tanzen gehen wollte und dann feststellt, dass man nicht nur Teil der Party oder Teil der Mädelsgruppe ist, sondern an Ort und Stelle wohl auch Teil der Resterampe