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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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...und ich heiße das Chaos willkommen

Es ist nicht so, dass ich nicht wüsste, was gut oder was schlecht für mich ist.

Es ist nur so, dass es mir manchmal zu langweilig wird, mich ausnahmslos daran zu halten...

Also lasse ich mich weiter darauf ein, auch wenn es erste Warnzeichen gibt. Ich vertraue ein wenig auf den Strohhalm, dass ich gar nicht vor eine Beziehungsfrage gestellt werde. Been there, done that oder: alles schon erlebt. Da er nicht den mindesten Anhaltspunkt liefert, dass er seine Freundin verlassen könnte, bleibe ich dem Risiko treu und glaube daran, dass es hier nicht um verletzte Gefühle gehen wird.

Aber ich schweife ab, hier die Fakten (ausschnittsweise): Der Guide kann nächstes langes Wochenende nicht mit mir wegfahren, weil seine Freundin aus dem Ausland zurück kehrt. Gleichzeitig lässt er sein T-Shirt hier liegen, damit wir bei einer nächsten Gelegenheit die verteilten Klamotten zurück tauschen - mal abgesehen von vagen Fragen zu möglichen gemeinsamen Urlauben in fremden Kontinenten.

Ach ja, und nachdem ich fallen ließ, dass ich eine "ungeknutschte" Wiesn-Saison ziemlich trostlos finde, berappelt er sich ganz plötzlich und will nun unbedingt einen Tag mitkommen - ehe ich mich von anderen Gelegenheiten hinreißen lasse...

Hach ja, dieses süße Gefühl der Macht: ein eifersüchtiger Mann, der keine Rechte auf seine Seitensprung-Affäre hat - und daneben ich, die spätestens seit dem Segler (und natürlich Kaulquappe und Silvester) keinen Sinn darin sieht, auf mögliche Gefühle von Männern Rücksicht zu nehmen.

Fazit: Es ist ein Spiel mit dem Feuer, mit einem ziemlich hoch lodernden Strohfeuer sogar. Und es war bisher jede Sekunde wert!

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