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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Was für ein Wochenende (und was für eine Woche)!

Himmel, bin ich müde!

...

Aber der Reihe nach:

Einige Verquickungen, an denen ich höchstens am Rande beteiligt war, führten mich am Freitag nach Karlsruhe. Ausgerechnet. Aus einer unerwarteten Location für das jährliche Deadliner-Treffen wurde die Schnapsidee, dass ich, wenn ich schon mal da bin, auch gleich andere Kontakte vertiefen könnte, sozusagen als Nachhol-Aktion eines geplatzten Wiesn-Termins.

Was wenige Tage zuvor noch nach einer guten Idee aussah, fühlte sich unmittelbar vor Ankunft in der Stadt plötzlich völlig absurd an: Was mache ich noch mal hier?? Wessen Idee war das?? MEINE?? Kann gar nicht sein... Es heißt zwar, dass die besten Unternehmungen immer die sind, an die man (allein schon aus Zeitmangel) keine konkreten Erwartungen knüpft, aber nichtsdestotrotz war ich schon drauf und dran, die politische Entwicklung meiner Freizeit ad acta zu legen und statt dessen einen guten Freund anzurufen, um im Umland der Stadt einen beschaulichen Familienabend unter Freunden zu verbringen.

Es kam dann doch anders: ich bin ja prompt zu beeindrucken, wenn sich ein Gastgeber erkennbare Mühe macht (oder es zumindest so aussieht). Es dauerte daher nur wenige Minuten und meine Skepsis begab sich dezent in den Hintergrund und die Unterhaltung nahm ihren Lauf. Der Lauf wurde sogar so dynamisch, dass aus einem unterhaltsamen Abend eine zweitägige Stadtführung mit Ehrengast im Freundeskreis wurde, was ich zwar teilweise sehr kritisch sehe, aber als Genussmensch muss man eben auch mal fünfe gerade sein lassen und den sechsten Gast zähneknirschend willkommen heißen. Alte Freunde und neue vielleicht-Bekannte (Freunde?) saßen also munter am Tisch und es wurde einer dieser Endlos-Termine, bei denen man endlich  mal wieder ausgeht, und um die Häuser zieht, und noch eben auf die Rooftop-Bar und den neuesten Club ansehen und noch einen Absacker und all das, was früher mal ein ganz normaler Samstag-Abend war.

Jetzt kenne ich also die badische Metropole bei Tag und bei Nacht und muss es wohl auf mein zunehmendes Alter schieben, dass man (also ich) nicht mehr so lässig-nonchalant das Bett mit platonischen Freunden teilt, wie das noch 20 Jahre früher gang und gäbe war. Oder anders ausgedrückt: Oh Mann, da teile ich das Bett mit einem Mann und habe keinen Sex - und dabei wollte ich doch gar keine Beziehung?!!

Es war also ein feierfreudiges Wochenende mit unerwarteten Wendungen und eben darum sensationell gut!

Und das, nachdem ich die Woche davor endlich das neue alte Bus-chen heimbringen konnte und dieser Fuhrpark-Familien-Zuwachs so aufregend war, dass ich auch mal die falsche Autobahn-Ausfahrt nahm, versehentlich auf ungünstige Knöpfe drückte (blöd, wenn die Sat-Antenne auf dem Dach im falschen Moment unerwartet auf Sendersuche geht und sich dabei dreht und wendet wie eine Abhöranlage aus den 70igern...) und überhaupt kaum wusste, wo mir der Kopf stand.

Hach, es ist herrlich: Endlich wieder Freunde, Party, Projekte und richtig viel Spaß dabei

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