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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Sprachfehler: Ich höre, was du sagst.

Es gibt Menschen, die sollte man einfach nie beim Wort nehmen. Immerhin, fast schon logisch, diese Menschen scheren sich konsequent wenig bis gar nicht darum, was andere mit ihnen vereinbaren. Und doch kann ich nicht anders: Abgesehen von klar erkennbaren Momenten des Sarkasmus meine ich tatsächlich das, was ich sage - und zwar genau so, wie ich es sage. Genausowenig komme ich dagegen an, anderen zunächst alles zu glauben, was sie mir zusichern. 

So wie ich in meinen Äußerungen gehört und ernst genommen werden möchte, nehme ich auch andere ernst. Und falle immer wieder darauf rein, dass Versprechen nichts wert sind. Rücksichtnahme? Nur einseitig gültig, Rücksicht ist definitionsgemäß nur auf den König der Probleme anzuwenden. Rücksicht auf Distanzbedürfnis anderer? Ach was, da kann man schon alle paar Wochen Nachrichten schicken, gern auch mehrere auf einmal, und weil's so schön in's Muster passt, auch gleich im vorwurfsvollen Jammerton.

Der einzige Weg, mit meinem genetisch bedingten "Sprachfehler" (oder: Hörfehler) umzugehen, ist: weghören, wegdrücken, nicht lesen. Denn früher oder später kommt die nächste Beleidung, der nächste egozentrische Hilferuf und immer werde ich es instinktiv erstnehmen wollen. Was sich jedoch bitterböse rächt, das hat die Erfahrung gründlich genug aufgezeigt.

Die Lösung liegt also darin, den richtigen Leuten zuzuhören und bei den falschen wegzuhören. Eine Kunst, an der man sein Leben lang arbeiten kann (mein Opa hatte sie ab ca. 85 Jahren perfektioniert, Hut ab!)...

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